Neues aus dem Schulgarten: die Efeu-Seidenbiene

Die Efeu-Seidenbiene – unser kleines Naturwunder im Schulgarten der Wunderschule

Hier bei uns im Schulgarten „Wundergrün“ haben sich im Boden vor den Hochbeeten unzählige Efeu-Seidenbienen angesiedelt. Erst im Herbst erscheint die Efeu-Seidenbiene. Jedes Weibchen baut alleine ein Nest im freien, sandigen Boden und versorgt selbstständig ihre Brut. Ihren Namen verdankt sie ihren seidenen Brutzellen.

Die Efeu-Seidenbiene hat sich in ihrer Nahrung weitgehend auf Efeu spezialisiert. Ihre späte Flugzeit ab September deckt sich mit der Blütezeit dieser wichtigen Pflanze. Erwachsene Tiere ernähren sich ausschließlich von dessen Nektar und auch der Vorrat an Larvenfutter wurde hauptsächlich am Efeu gesammelt.

Beobachtung:

Aus diesem Grund kann man diese Wildbienenart auch besonders gut im blühenden Efeu gegenüber der Schule auf dem Ganztagsgelände beobachten!

Hier im Schulgarten vor den Hochbeeten hat sich eine ganze Kolonie von Efeu-Seidenbienen gebildet. Man kann sie gut vom Bürgersteig aus beobachten, wie sie über den Boden hin und her fliegen. Deutlich sind kleine Erdhügel zu erkennen. Das sind die Stellen im Boden, wo die Wildbienen ihre Brutröhren in den Boden graben. Diese Röhren können bis zu 40 cm Tiefe erreichen. Dort hinein legt das Weibchen 6 bis 10 Brutzellen an.  Auf jedes Ei wird ein Gemisch aus Efeupollen und Efeunektar als Futter für die Larven abgelegt.

Wie kann man die Efeu-Seidenbiene schützen?

Die Lebensgrundlage der Efeu-Seidenbiene ist das alte, blühende Efeu. Efeu blüht nach ca. 15 Jahren das erste Mal. Es bildet sich dann die Altersform des Efeus, welche nicht mehr rankt, dafür aber jedes Jahr im September/Oktober blüht. Diese Pflanze ist die letzte Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten vor dem Winter und ist aus diesem Grund absolut schützenswert.

Sollte zudem eine Brutkolonie von Efeu-Seidenbienen im eigenen Garten oder im öffentlichen Bereich wie beispielsweise in Sandkästen entdeckt werden, ist es wichtig, diesen Bereich vom Spätsommer bis Mitte Oktober abzusperren, damit die Nester unversehrt bleiben.

Außerdem hat man eine tolle Chance, diese friedlichen Insekten aus nächster Nähe zu beobachten und besser kennen zu lernen. Unser Schulgarten „Wundergrün“ bleibt aus diesem Grund bis Mitte Oktober geschlossen.

(Text: Barbara Meister, Foto: Bernhard Jacobi)

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